Robotik und Integration

Wir fördern Jugendliche mit Migrationshintergrund. Durch Robotik.

Wir sind davon überzeugt, dass ein Arbeiten an Robotern, womöglich noch in Teams von Experten aus verschiedenen Interessensgebieten, eine ganz besonders ausgeprägte integrative Kraft besitzt. PRIA hat sich diesem Thema angenommen und versucht in den aktuellen Projekten dieser Kraft auf den Grund zu gehen und dabei vorzuzeigen, wie es gemacht werden kann. Am TGM hat ein großer Anteil der Schulanfänger_innen einen Migrationshintergrund. Bis zur Matura kommt aktuell nur ein geringer Prozentanteil davon. Die kulturelle Vielfalt der Schüler_innen erstreckt sich dabei auf Länder wie die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, die Türkei, Slowakei, Deutschland, oder aber auch auf Indien, Vietnam oder China. Prof. Gottfried Koppensteiner: „Das Thema Migration ist ein gut gelebtes Phänomen in unserer Schule, welches sich in unserer täglichen Arbeit zwischen Schüler_innen und Lehrer_innen widerspiegelt. Wobei sich dies nicht nur auf die Schüler_innen oder Lehrer_innen beschränken darf, sondern durch alle schulischen Gremien bis hin zu den schulnahen Vereinen gehen muss.” Der Verein PRIA legt darauf besonderen Wert, so der wissenschaftliche Leiter Dr.techn. Munir Merdan: „Die Problemstellungen der Welt kennen keine Migrationsproblematik und gerade das Lösen dieser interdisziplinären Problemstellungen, vor allem im technischen Bereich, bringt viel Potential, die noch immer vorherrschenden Probleme der Migration zu überwinden.” Koppensteiner ergänzt: „Das Lösen technischer Herausforderungen ist wie ein Teamsport; bei den Robotikprojekten arbeiten alle zusammen. Dabei ist völlig egal, welche Hautfarbe oder Religion jemand vertritt. Oft fördern die Ideen des ‚Anderen’ und die Lust etwas zu entdecken die Kraft zur Überwindung diverser Barrieren, wie etwa der Sprache. Dies konnten wir insbesondere in Hauptschulen durch den Einsatz altersgerechter Roboter entdecken.” Weltoffenheit und das Kennenlernen anderer Kulturen zu fördern sind daher Themen, denen bei PRIA besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Wissenschaftliche Konferenzen in der Welt sind hierfür sehr geeignet. Deshalb ist es uns ein Anliegen, möglichst viele Jugendliche auf Basis ihrer guten Leistungen in den durchgeführten Projekten auf solche Konferenzen in die ganzen Welt zu entsenden und dies dafür zu nutzen, die heranwachsenden Techniker_innen ein wenig über den europäischen Tellerrand blicken zu lassen. Bei PRIA gehen Ausbildung und Integration Hand in Hand. Gerade in einer der größten Schulen Europas, wo Schüler_innen verteilt über viele Abteilungen nebeneinander lernen, bietet unser Robotiklabor einen Treffpunkt zum Austausch. Unsere englischsprachigen Workshops sowie die internationale ECER Konferenz spiegeln vor allem eines wider: keine Angst vor anderen Sprachen oder kulturellem Austausch. Die positiven Erfahrungen bekräftigen uns darin, unsere Konzepte laufend zu evaluieren und darüber nachzudenken, wie Integration weiter vorangetrieben und unterstützt werden kann.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen